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  • Die "Kurzgeschichte"

Die Narrenzunft Lörrach ist die Schwesterorganisation der Narrengilde Lörrach.

Sie wurde 1936 erstmalig und nach dem 2. Weltkrieg von ehemaligen Mitgliedern des Elferrates der Narrengilde Lörrach neu gegründet. Sie hat wesentlichen Anteil am Erhalt des fasnächtlichen Brauchtums in Lörrach.

Aus verschiedenen Gründen schien nach dem Krieg eine Neuausrichtung der Fasnacht und eine Namensänderung angebracht. Man beschloß deshalb, sich künftig vor allem auf die Ausrichtung einer Fasnacht im Saale zu konzentrieren.

Noch heute ist die Narrenzunft Lörrach der Garant für eine niveauvolle und gehobene Saalfasnacht in unserer Stadt.

1936 Gründung
1947 Neugründung
1986 50. Jubiläum
1996 60. Jubiläum
2006 70. Jubiläum
2011 75 Johr Narrezunft
2016 80 Johr Narrezunft


  • Die "historische Langversion"

Für Nostalgiker und Historiker mit großem Interesse und noch größerer Festplatte stellen wir hier zur Horizonterweiterung die Langversion der närrischen Lörracher Fasnachtsgeschichte zur Verfügung. 

Downlaod als PDF:  "Vom Spätmittelalter in die Neuzeit"


  • Wänn isch eigentlig Fasnacht?

Wie jeds Kind jo weiss, berechnet me d’Termin für d’Fasnacht noch de Formel vom Carl-Friedrich Gauß vo anno 1800, de sogenannte "Gaußsche Osterformel".

Was het jetze d'Fasnacht mit Oschtere zum düe?

Noch däre Formel isch de Oschtersunndig immer de erschti Sunndig noch em erschte Vollmond noch em erschte Früehligsafang am 20. März. Des ka also früeschtens de einäzwanzigschti März un müess aber denn au schpödeschtens de fünfezwanzigschti April sy. Un zwar jed‘s Johr!

De Fasnachtszyschdig isch de letschti Daag vor de Faschtezyt un immer de sechsevierzigschdi Daag vor em Oschtersunndig. Wenn me des mol weiss, deno müess me numme ei Daag dezüe zälle zum wüsse, wänn Aschermittwuch isch. Denn deno bruucht me eigentlig numme no ä Mondkalender, no ka me sich immer usrechne, uf welle Wuchedaag de Aschermittwuch falle düed…

Vom Aschermittwuch ka me dann au ganz eifach zruckrächne, wenn denn d’Zunftobendtermin sin. Normalerwyss gohsch vier Dääg zruck, no bisch am Fasnachtssamschtig un des isch syt Urzyte immer de letschti Zunftobe und die andere sin - logisch! - devor. Numme wägge de Schaltjohr müesch halt ä bizz ufpasse, wenn de erschti Vollmond ziemlig früeh im Johr gsi isch...


  • Vermischtes und Unsortiertes aus der Vergangenheit

Von Narrentagen, Losungen, historischen Ereignissen und anderem Allerlei

Ob es 1938 ein wirklich fasnächtlicher Narrentag war - wer weiß? Ob es noch Zeitzeugen gibt? Jedenfalls steht fest, daß Narren unabhängig von politischer oder wirtschaftlicher Situation immer etwas zum Besten zu geben haben. Denn der Narr durfte schon immer und jederzeit zu jedermann die Wahrheit sagen. Die Losungen zeugen davon.



Fasnachtsumzug zu Kaisers Zeiten

Trotz intensiver Suche ist es uns leider nicht gelungen, Augenzeugen dieses Ereignisses aufzutreiben, die uns Näheres hätten darüber berichten können.

Wir finden aber, dass dieses Dokument die zeitgenössischen Sitten und Bräuche dieser Epoche eindrücklich wiedergibt.


Adolf Glattacker: Ohne ihn keine Fasnacht und keine Zundel

Entwurf des Tüllinger Künstlers Adolf Glattacker zur Gründung der Lörracher Fasnacht 1936 mit den einzelnen Symbolen für die Stadtteile:

Tumringer Güggel
Stettemer Frösch
Tüllinger Schnegge

Die Fasnachtsfigur sollte den Namen "Zundel" tragen - und so ist es. Bis heute.


Der Taufschein

Wenn nun an dieser Stelle kein Bild, kein Zeitungsausschnitt und auch sonst kein Dokument zu sehen ist, dann hat das drei einfache Gründe.

1. Aus der Taufurkunde geht hervor, dass die Post auch 1936 schon gut eine Woche gebraucht hat, um einen Brief innerhalb Lörrachs zu befördern...

2. Ebenfalls ist durch dieses Dokument bewiesen, dass damals wie heute auf dem, bzw. im Rathaus manches verkehrt herum läuft. Und wenn´s der Eingangsstempel ist...

3. Die damalige Grußformel hieß noch nicht "Friss´n e weg d´r Schneck!", wie uns der Entwurf von Adolf Glattacker zu vermitteln scheint. Nein, 1936 grüßte man auch in Narrenkreisen nicht nur erhobenen Hauptes, sondern auch erhobenen Armes...

Die ganz Neugierigen können hier einen Blick auf den Taufschein werfen.


50-jähriges Jubiläum der Narrenzunft 1986

Wer genau hinschaut und/oder lesen kann, erkennt zwei heute noch als Zunftmeister aktive Protagonisten.


Übrigens: die Frisuren gehören nicht zur Maske...


Zeitlos: Ratschreiber Walter Jung zum Zunftjubiläum im Jahr 1986



Tradition: Dällerschlegg der Zundel (Foto: 50er Jahre)

Beim Dällerschlegg (Teller-schleck) der Zundel müssen nach einer alten Überlieferung die Zundel einen Rund-Tanz um einen großen Holzteller aufführen, auf dem das Lörracher Fasachts-symbol, die Schnecke, im Zentrum aufgebaut ist. Um diese Schnecke aus Holz sind auf dem Teller viele kleinere Schnecken aus Schlagsahne aufgespritzt. Nach dem Absingen des Zundelheinerliedes und mit dem Fasnachtsgruß "Friss'n wäg, d'r Schnägg !" stürzen sich die Zundel auf diese Schlagsahne-Schnecken, die sie, auf dem Boden liegend, ohne Benützung der Hände aufessen müssen.

In einer dieser Schnecken aus Schlagsahne ist ein goldenes Schneckchen versteckt. Wer es heraus fischt, erhält für ein Jahr den Ehrentitel "Zundelkönig". Der Dällerschlegg wird jeweils am Schmutzige Dunnschtig zur Eröffnung der Fasnacht auf der Strasse aufgeführt.

Übrigens: Ein Zundelkostüm umfasst rund 1500 kleine rhombus-ähnliche Filzplättchen in den Farben grün, rot und gelb.


Lörracher Wahrzeichen: Zundelpyramide


 
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